Prévot beim EU-Ministertreffen in Zypern
🇪🇺 Europa muss aufhören zuzuschauen und anfangen zu handeln. Das war meine zentrale Botschaft heute in Zypern, wo ich meine europäischen Kollegen zu einer informellen Diskussion über unsere Sicherheit, die Sicherheit aller Europäer, traf.
Investitionen in die Verteidigung sind unerlässlich. Doch militärische Stärke ohne diplomatisches Gewicht ist nur die halbe Miete. Das Ergebnis der Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland wird unweigerlich die Zukunft der europäischen Sicherheit bestimmen. Europa muss daher am Verhandlungstisch sitzen, und nicht von der Seitenlinie aus Notizen machen. Die Pause der USA in den Verhandlungen ist eine Chance für Europa, mit einem klaren und konkreten Mandat einzuschreiten. Die Vorbereitungsarbeiten zu diesem Zweck werden fortgesetzt.
Wir hatten auch Gelegenheit, die Lage im Nahen Osten mit meinen geschätzten Kollegen @DrSJaishankar und @FaisalbinFarhan zu erörtern, eine Diskussion, die mir erlaubte, unsere Position zu den dramatischen Situationen im Libanon und in Gaza zu bekräftigen. Im Golf ist die Blockade der Straße von Hormus durch den Iran inakzeptabel. Die Durchfahrt muss frei sein. Ich habe darum gebeten, weitere Maßnahmen zu prüfen, um den Iran unter Druck zu setzen, sollte er an seinem Vorhaben festhalten, für die Durchfahrt von Schiffen zu erheben.
Dennoch ist diese Situation einmal mehr ein Aufruf, unsere Partnerschaften zu diversifizieren, insbesondere im Energiebereich, und neue Handelsrouten zu entwickeln, unter anderem über den Schienenweg. Ich habe die Kommission außerdem gebeten, eine neue Strategie zur Ernährungssicherheit zu erarbeiten, unter Berücksichtigung der Auswirkungen der aktuellen Krise auf den Düngemittelhandel.